Kredit Spekulation in Linz ein Fall für die Staatsanwaltschaft

Auf Grund einer anonymen Anzeige ermittelt die Staatsanwaltschaft in Linz gegen die Linzer Spekulationsgeschäfte bei der sich die Stadt Linz und die BAWAG gegenüberstehen. Der Linzer Staatsanwalt ermittelt aktuell wegen des Verdachts der Untreue, so die heutige Ausgabe der OÖN.

Die anonyme Anzeige richtet sich eigentlich gegen die Stadt Linz, in Personen gegen Finanzstadtrat Johann Mayr und dem versetzten Finanzdirektor Werner Penn. Der Staatsanwalt ermitteln aber in mehrere Richtungen. Es könnte nämlich auch der Verdacht bestehen, dass die BAWAG der Nutznießer dieser Geschäfte ist und die Stadt Linz der Zahler. Angeblich präsentierte die BAWAG bei der Stadt Linz damals einzig die wunderbaren Chancen aus dem Zins-Swap in Schweizer Franken und das Thema Risiko kam in den bunten Powerpoint Folien nicht zur Sprache. Auch die alleinige Unterschrift des Finanzdirektors der Stadt Linz könnte ein Problem für die BAWAG werden. Auf der anderen Seite stehen auch die Verantwortlichen der Stadt Linz, welche sich nun abputzen möchten und von nichts eine Ahnung haben und hatten. Ob es wirklich so einfach gehen wird?

Das soll jetzt unter anderem auch der Staatsanwalt erklären. Dazu kommt auch noch eine Klage der Stadt Linz gegen die BAWAG. Beide Parteien haben sich schon richtig hochgerüstet in Sachen Anwaltskanzleien und es dürfte wirklich ein mächtiger Kampf werden mit offenen Ausgang.

Der große Verlierer wird wohl der Steuerzahler sein, denn aktuell laufen die Kosten davon und der Vertrag läuft noch bis 2017 – bis dahin ist das Schicksal der Stadt Linz noch nicht besiegelt, denn wie viel die Stadt Linz an die BAWAG bezahlen muss, hängt vom aktuellen Kurs des Schweizer Frankens ab. Aus heutiger Sicht sind das Gesamtkosten von 200 bis 300 Millionen Euro bis zum Ende der Laufzeit. Dies kann aber noch deutlich weniger, aber auch deutlich mehr werden!

Man darf hoffen, dass es nicht heißt: Gute Nacht Linz!

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