Kredit und Euribor – wie hängen die Kreditzinsen mit dem Euribor zusammen?

Unter dem Euribor wird der Zwischenbanken – Zinssatz in der Eurozone verstanden, er ist der Nachfolger des VIBOR. Er wird als Richtzinssatz verstanden auf welchen die Banken einen Aufschlag berechnen.
Beinahe jeder Kredit in Österreich ist an den Euribor, entweder ein/zwei/drei/sechs/zwölf Monate, gebunden. Das heißt der Gesamtzinssatz wird in diesen Zeiträumen angepasst. Der Gesamtzins eines Kredits setzt sich in der Regel durch den jeweiligen Euribor plus einem Aufschlag für die Bank zusammen. Der Aufschlag ist je nach Bonität und Verhandlung um die 1 bis 1,5 %. Natürlich geht es auch darunter und darüber.
Steigt nun der Zwischenzinssatz der Banken, der Euribor so steigen auch die Zinsen für alle Kreditnehmer. Fallen die Zinsen zwischen den Banken so werden die Kredite wieder günstiger.

Wenn Sie wissen möchten, wie die aktuelle Entwicklung des Euribors ist, so können Sie z. B. auf dieser Website nachsehen:

Dies ist zum einen zwar an die Marktwirtschaft (Angebot und Nachfrage) aber auch sehr gefährlich zumal Kreditzinsen und damit auch Raten nur sehr schwer kalkulierbar sind.
Abhilfe schaffen hier zum Beispiel Bauspardarlehen welche zwar auch an den Euribor gekoppelt sind aber Höchstzinssätze von sechs Prozent vorsehen, unabhängig vom leitzins des Euribor. Nachteil dieser Darlehen ist es, dass man in Niedrigzinsperioden wie im Moment ein Minimalzinssatz von drei Prozent verrechnet wird und man somit nur gering von den niedrigen Zinsen profitiert. Gebunden ist aber jeder Kredit an den leitzins, den Euribor.

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