Kredit und Grundbuch: Wofür ist das Pfandrecht gut?

Wenn in Österreich jemand eine Wohnung finanziert oder einen Kredit für ein Haus oder Grundstück aufnimmt, besichert sich die Bank in der Regel durch die Eintragung einer Hypothek im Grundbuch. Dieses Pfandrecht stellt für das Finanzinstitut oder die Bausparkasse eine werthaltige Sicherheit dar. Das heißt, dass im Falle einer Fälligstellung des Kredits die Bank die entsprechende Liegenschaft versteigern bzw. verkaufen kann um so an ihr Geld zu kommen. Um nun eine Eintragung im Grundbuch zu verhindern hat der Kunde zwei Möglichkeiten. Entweder er bringt entsprechende andere werthaltige Sicherheiten oder er verfügt über eine entsprechende Bonität bzw. Dynamik, dass die österreichische Bank vielleicht von einer Eintragung ins Grundbuch absieht bzw. unter Umständen die Pfandbestellungsurkunde lediglich hinterlegt. Dies hat den angenehmen Nebeneffekt, dass auch die nicht unerheblichen Eintragungsgebühren für eine Hypothek wegfallen. Als alternative Sicherheiten für eine Bank bzw. Bausparkasse eigenen sich unter anderem Lebensversicherungen die bereits einen entsprechenden Rückkaufswert besitzen, Guthaben auf Wertpapierdepots oder aber auch entsprechende Bürgschaften von finanzstarken Personen. Bei einer hinterlegten Pfandbestellungsurkunde wird zwar eine eintragungsfähige Pfandurkunde ausgestellt, nicht aber eingetragen. Dieses Dokument wird bei der Bank im Kreditakt hinterlegt und lediglich bei Zahlungsschwierigkeiten des Kreditkunden ins Grundbuch eingetragen. Bis zu diesem Zeitpunkt sind auch noch keine Eintragungsgebühren für die Hypothek zu zahlen. Trägt ein Finanzinstitut ein Pfandrecht im Grundbuch ein werden zum Kreditnominale meist auch noch Nebengebühren in Höhe von bis zu 30 % mit eingetragen.

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