Kredit unter 18

Von | 7. November 2010

Kredit unter 18 – Kredite an Minderjährige

Minderjährigen einen Kredit zu gewähren, ist für beide Seiten immer mit einem gewissen Risiko behaftet.

Da Jugendliche, die das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, als beschränkt geschäftsfähig gelten, stellt
es für die Bank ein gewisses Risiko dar, diesen jungen Menschen ein Darlehen zu gewähren. In der Regel verfügen sie noch nicht über ein ausreichendes Einkommen.
Auf der anderen Seite ist es so, dass junge Menschen sehr leicht lebenslang in die Schuldenfalle rutschen können.

Der oberste Gerichtshof (OGH) hat festgelegt, dass Kredit- oder Ratenzahlungsverträge mit Jugendlichen unwirksam sind, falls die monatliche Belastung aufgrund der eingegangenen Verpflichtungenmehr als 30%
des Monatseinkommens übersteigen. Auch die Dauer und die Höhe fliessen hier mit ein. Taschengeld spielt bei der Einkommensermittlung selbstverständlich keine Rolle. Das bedeutet, dass hier Jugendliche mit einer Lehrlingsentschädigung oder einem fixen Gehalt angesprochen sind.

Falls die Eltern bei der Gewährung eines Kredites als Bürgen mitunterschreiben, handelt es sich hierbei um eine „Genehmigung eines unwirksamen Vertrages“, der die Bank aber auf die sichere Seite stellt.

Allgemein ist davon abzuraten, Jugendlichen einen Kredit zu gewähren, da sie die lebenslangen Risiken einer sich weiterentwickelnden Verschuldung und das Wesen der Zinsen noch nicht erkannt haben. Wenn ein Jugendlicher einen Kredit unter 18 benötigt, so wird dieser meistens für Konsumzwecke verwendet. Ein Kredit für Konsumzwecke ist von vornherein, speziell in diesem Alter strikt abzulehnen, denn solche Umstände enden meist bei der Schuldnerberatung.

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