Kredit während der Insolvenz

Befindet man sich in einem Insolvenzverfahren, so hat man beim Beantragen eines Kredites ganz schlechte Karten. In der Regel ist eine Insolvenz mit schon vorhandenen Schulden und Zahlungsverpflichtungen verbunden, es laufen zumeist auch eine oder mehrere Exekutionen, sodass die Banken davon absehen werden, hier noch zusätzlich Geld zu riskieren.

Eine Möglichkeit besteht darin, den Kredit nicht selbst zu beantragen. Man kann die Gattin, Lebensgefährtin oder die Eltern „vorschieben“ und den Rest privatrechtlich regeln. Damit ist gemeint, dass zum Beispiel die Gattin den Kredit aufnimmt und das Geld dem Gatten weiter „verborgt“. Dies wird auch vertraglich fixiert, die Schriftform ist hier natürlich vorzuziehen. Der Insolvente zahlt die Raten also dann an die Gattin und diese an die Bank zurück. Für ein solches Vorgehen muss natürlich eine gewisse Vertrauensbasis gegeben sein, eine Möglichkeit wäre es aber auch.

Bei entsprechendem Einkommen wäre es auch möglich, im Ausland (z. B. Schweiz) um einen Kredit anzusuchen, da der KSV nur im Inland abgefragt wird. Auch hier muss man eine gewisse Bonität und Beschäftigungsdauer nachweisen, die Zinsen sind zumeist höher als im Inland – aber eine Notlösung ohne großen Aufwand wäre auch diese Möglichkeit.

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