Kreditbedarf

Bei einem Kredit handelt es sich um geliehenes Geld von einem Kreditinstitut, das die rechtlichen sowie tatsächlichen Voraussetzungen und Genehmigungen hat, derartige Kreditgeschäfte abzuwickeln. Es wird umgangssprachlich auch dann von einem Kredit gesprochen, wenn er beispielsweise von privat zu privat gewährt wird. Im Grunde genommen ist der Kredit immer die Inanspruchnahme von Fremdmitteln gegen die Zahlung von Zinsen.

Wenn ein Kredit benötigt wird, sei es von einem Unternehmen oder von einer Privatperson, dann wird dadurch zu erkennen gegeben, dass die vorhandenen Einnahmen für die vorgesehenen Ausgaben nicht ausreichen. Oder aber, was auch möglich sein kann, dass die vorhandenen Einnahmen für die vorgesehenen Ausgaben nicht in Anspruch genommen werden sollen.

Der Kreditbedarf ist die Differenz zwischen den vorgesehenen, notwendigen Ausgaben und den tatsächlich verfügbaren Einnahmen. Diese Finanzierungslücke muss geschlossen werden, um die Ausgaben so, wie vorgesehen, auch tätigen zu können.

Um den genauen Kreditbedarf zu ermitteln, muss dem wiederum gegenübergestellt werden, wie hoch die tatsächliche Kreditauszahlung sein wird. Vielfach wird der Kredit mit einem Disagio gewährt, oder es werden von der Kreditsumme entweder sumerisch beziehungsweise prozentual Verwaltungskosten abgezogen. Dann weicht der tatsächlich ausgezahlte Kredit von der Kreditsumme nach dem abgeschlossenen Kreditvertrag ab, und dass kann, je nach Kredithöhe, zu spürbaren Mindereinnahmen führen. Das heißt, der Kreditbedarf muss mit der tatsächlichen Kreditsumme identisch sein, oder er muss rechnerisch entsprechend höher beziffert werden.

Über die Kreditaufnahme selbst wird ein Vertrag geschlossen. Die Kreditinstitute verwenden dazu Standardverträge, die jeweils individuell ergänzt werden und sich in einzelnen Punkten dann unter anderem auch am Kreditbedarf orientieren.

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