Kreditgebühren

Bei Kreditgebühren im weiteren Sinne ist zwischen gesetzlich vorgeschriebenen und vertraglich vereinbarten Gebühren zu unterscheiden:

Gesetzlich vorgeschriebene Kreditgebühren:

Kreditvertragsgebühr:

Die Bestimmungen zur Kreditvertragsgebühr (§ 33 TP 19 Gebührengesetz 1957: früher 0,8 % bzw. 1,5 % der Kreditsumme) wurden mit 31.12.2010 ersatzlos aufgehoben; diese Gebühr fällt daher für ab dem 01.01.2011 abgeschlossene Kreditverträge nicht mehr an.

Eintragungsgebühr:

Verlangt die Bank oder Bausparkasse zur Sicherstellung des Kredites die Eintragung eines Pfandrechtes im Grundbuch (etwa für die Finanzierung von Immobilieneigentum), sind nach dem Gerichtsgebührengesetz (§ 32 TP 9 GGG) für die Eintragung des Pfandrechtes 1,2 % des sichergestellten Kapitalbetrages des Pfandrechtes an Eintragungsgebühr zu bezahlen. Für bestimmte Finanzierungen (Stichwort: Wohnbauförderung nach dem Wohnbauförderungsgesetz bzw. den Wohnbauförderungsgesetzen der Länder) kann die Eintragung des Pfandrechtes auch gebührenbefreit sein.

Vertraglich vereinbarte Gebühren:

Die mit der Bank oder der Bausparkasse vertraglich vereinbarten Gebühren können erheblich variieren. Beispiele für vertraglich vereinbarte Kreditgebühren: Bereitstellungsgebühr (im Regelfall zwischen 1,5 % und 3 % der Kreditsumme), Bearbeitungsgebühr (im Regelfall 0,5 % der Kreditsumme), Kontoführungsgebühren (im Schnitt ca. EUR 10,00 pro Jahr). Es empfiehlt sich in jedem Fall, die in den Anboten ausgewiesene Gesamtbelastung und die anfallenden Gebühren genau zu vergleichen.

Einen interessante Bericht über Kreditgebühren bei Ratenkrediten findet sich auch auf Redakteur.cc!

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