Kreditkonditionen

Bis zum letzten Jahr konnten österreichische Banken ihren Kunden Lockzinsangebote machen, was viele ausnutzten. Dies wird durch die neue österreichische Kreditlinie seit Sommer 2010 verhindert, die dem Kunden mehr Transparenz bei der Kreditvergabe bietet. Dies hindert die Banken nicht daran, nach anderen Möglichkeiten zu suchen, was sie durch geänderte Kreditkonditionen erreichen möchten. Ein Kreditnehmer sollte nun zunehmend den aktuellen Effektivzinssatz überprüfen und alle Gesamtkosten des Kredits hinzurechnen. Wichtig ist auch, den Kreditvertrag umso gründlicher auf versteckte Fallen zu untersuchen, also das Kleingedruckte zu beachten. Die in Österreich stets mitberechneten Bearbeitungsgebühren der Kreditinstitute werden z. B. in vielen Fällen nicht in die Finanzierung eingerechnet, sondern separat genommen. Bei vorzeitiger Tilgung kommt es dann oftmals zu einer Einbehaltung der Bearbeitungsgebühr.
Galt letztes Jahr noch die Kreditvertragsgebühr, oftmals Kreditsteuer genannt, ist diese im Jahr 2011 nichtig. Sie wurde bei jedem neuen Kredit von der Bank gefordert und an das betreffende Finanzamt abgeführt. Nun fallen die Kosten in Höhe von 0,8 bzw. 1,5 % des Kredits weg – eine gute Ersparnis für den Kreditnehmer. Allerdings werden gleichzeitig die Banken mit einer neuen Bankenabgabe belastet. Diese Abgabe wird über die Kredite an die Kunden weitergegeben, indem sich die Konditionen verschlechtern.

Zurzeit bekommt der Kreditnehmer einen Konsumkredit ab 5 % Zinsen aufwärts, bei der Baufinanzierung beginnen die Zinssätze bei 2 %. Dies ist, verglichen mit dem europäischen Umland, im Bereich der Konsumkredite höher, dafür bei den Baufinanzierungen günstiger.

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