Kreditnebenkosten – welche Kreditnebenkosten gibt es, wie hoch sind diese und kann man diese verhandeln?

Wenn man einen Kredit aufnimmt, sollte man sich dessen bewusst sein, dass man nicht nur für die Tilgung des Kredits sowie die darauf fälligen Zinsen zahlen muss, sondern dass noch weitere Kosten anfallen. Zunächst wären da die Bearbeitungsgebühren zu nennen, die meist anteilig zum Nettokreditbetrag berechnet werden und von Bank zu Bank unterschiedlich sind. Weiters verlangt die kreditgebende Bank, dass der Kreditnehmer eine so genannte Restschuldversicherung abschließt, die ihn gegen die eventuelle Unmöglichkeit des Abzahlens des Kredits, beispielsweise nach einem Unfall oder bei einer schwerwiegenden Erkrankung, versichert. Je nach Bank können noch Kontoführungsgebühren und Bereitstellungsprovision dazukommen. Es lohnt sich also, vor der Kreditaufnahme Angebote von Banken und Kreditgebern zu vergleichen, um das günstigste Angebot mit den geringsten Nebenkosten zu finden.

Zu den Nebenkosten, die der Kreditgeber erhebt, kommt in Österreich die Rechtsgeschäftsgebühr, gemeinhin Kreditsteuer genannt. Österreich verfügt als einziges Land Europas über eine solche Versteuerung. Diese beträgt 0,8 Prozent der Kreditsumme. Wenn der Kredit eine Mindeslaufzeit von fünf Jahren hat, erhöht sich die Rechtsgeschäftsgebühr auf 1,5 Prozent. Die Bank erhebt hierbei die Gebühr und führt sie an das österreichische Finanzamt ab. Wenn man einen Kredit nicht fristgerecht abzahlen kann, wird der Kredit übrigens noch einmal vergebührt, und die Rechtsgeschäftsgebühr fällt ein weiteres Mal an. ABER – das ist nicht mehr lange so, denn ab 1.1.2011 ist die Kreditsteuer Geschichte und wird abgeschafft!

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