Kreditvermittlungsauftrag

Ein Kreditvermittlungsauftrag ist ein Auftrag an einen Kreditvermittler, dass dieser im Namen des Auftraggebers (=Kreditsuchenden) bei Banken vorstellig wird und versucht in dessen Namen ein Kreditangebot bzw. einen Kreditvertrag auszuhandeln. Die Aufgabe des Kreditvermittlers besteht darin, dass er auf Basis des Kreditvermittlungsauftrag mit mehreren Banken Gespräche aufnimmt, um einen Kredit – nach den Vorstellungen des Kreditsuchenden – ausfindig zu machen.

Wenn der Kreditvermittler erfolgreich ist, so gebührt ihm für die Arbeit der Kreditsuche eine Provision. Diese Provision ist nur im Falle einer positiven Vermittlung zu bezahlen und darf höchsten 5 % der Kreditsumme betragen.

Kreditvermittlungsauftrag Vorlage

Ein Kreditvermittlungsauftrag muss unbedingt schriftlich erfolgen und in einem Kreditvermittlungsauftrag müssen folgende Angaben unbedingt enthalten sein. Falls einer der angeführten Eckpfeiler in einem Kreditvertrag nicht enthalten ist, so ist der Vermittlungsauftrag ungültig!

  • der Auftrag muss ausdrücklich auf die Vermittlung eines Kredites lauten
  • Nettokredithöhe
  • Gesamtbelastung
  • effektiver Jahreszinssatz
  • Anzahl, Höhe und Fälligkeit der Raten
  • Höchstprovision des Kreditvermittlers und höchstmögliche Gesamtbelastung (gegliedert in Kreditbelastung und Provision)
  • spätester Zeitpunkt für das Vorliegen der Kreditzusage
  • Kreditlaufzeit
  • Kreditsicherheiten (z.B. Bürgschaft, Versicherung, Lohn- und Gehaltsverpfändung)
  • Zinsgleitklausel

Aber Achtung: Eine Provision darf nur bei erfolgreichem Abschluss eines Kredits verlangt werden. Es gibt aber leider in den Bedingungen die man im Kreditvermittlungsauftrag unterschreibt immer sehr gerne Schadenersatzansprüche. Diese Schadenersatzansprüche regeln, dass bei unvollständigen oder unrichtigen Angaben die zur Ablehnung des Kreditantrags bei der Bank führen, man verpflichtet ist Schadenersatz zu leisten.

Hier beispielhaft so ein Auszug aus einem Kreditvermittlungsvertrag:

Ich nehme zur Kenntnis, dass unbeschadet des oben genannten Provisionsanspruches ein Schadenersatzanspruch in der Höhe der gesetzlichen Vermittlungsprovision entsteht, wenn ich bei Erteilung des Vermittlungsauftrages über Umstände, die für die Beurteilung meiner Kreditwürdigkeit erheblich sind, unrichtige oder unvollständige Angaben mache ( z.B.: bestehende  oder erledigte Klagen, Exekutionen, Lohn- oder Gehaltsabzüge, Mahnungen nicht angebe) oder während der Laufzeit des Vermittlungsauftrages für meine Kreditwürdigkeit nachteilige Handlungen oder Unterlassungen setze, wie etwa anderweitige finanzielle Verpflichtungen eingehe oder Kreditanträge stelle, und hierdurch die Kreditvermittlung behindert oder verhindert wird.

Achten Sie also unbedingt darauf, dass Sie ausschließlich richtige Angaben machen und achten Sie auch auf etwaige Schadenersatzansprüche.

Grundsätzlich gilt aber, dass ein Kreditvermittler gar nicht notwendig ist, denn wenn Sie bei den Banken selbst um einen Kredit bemühen so ersparen Sie sich sehr viel Geld!

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  1. Pingback: Kreditvermittlung in Österreich » Kredit 29. September 2010

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