Kreditvertrag

Der entgeltliche Darlehensvertrag über Geld heißt Kreditvertrag; dazu zählt auch ein Vertrag, mit dem ein Geldbetrag zum Abruf zur Verfügung gestellt wird. Die Parteien dieses Vertrags heißen Kreditgeber und Kreditnehmer. Das Entgelt besteht in der Regel in den vom Kreditnehmer zu zahlenden Zinsen.

Wenn ein Kreditvertrag nach dem 11. Juni 2010 abgeschlossen wurde, so gilt hier das neue Verbraucherkreditgesetz und mit diesem VKrG ändern sich manche Dinge im Kreditvertrag. Der Anwendungsbereich liegt bei Krediten ab 200,00 Euro aufwärts.

Welche Angaben müssen im Kreditvertrag gemacht werden?

Es müssen ein paar gesetzliche Angaben im Kreditvertrag gemacht werden. Schon bei der Bewerbung eines Kredits müssen vom Kreditgeber Informationen über den

  • Gesamtkreditbetrag,
  • den Sollzinssatz,
  • dem effektiven Zinssatz,
  • über die Laufzeit des Kredits
  • und über die Gesamtbelastung

informiert werden. Das sind die vorvertraglichen Informationen des Kreditgebers. Diese Informationen müssen dann natürlich auch in den Kreditvertrag selbst hinein. Zu diesen Informationen kommen dann noch hinzu

  • Angaben über die Vertragspartner (Kreditgeber und Kreditnehmer)
  • Kreditart
  • Anzahl, Höhe und Fälligkeitszeitpunkte der Kreditrate (=Modalitäten der Rückzahlung des Kredits)
  • Informationen zu den Sicherheiten des Kredits

Bevor ein Kreditvertrag abgeschlossen wird, muss der Kreditgeber (Bank) einige Maßnahmen durchführen. Dazu gehört auch, dass die Bank intern feststellt, wie hoch die Ausfallswahrscheinlichkeit des Kredits ist. Die Bank stellt auch die Kreditfähigkeit des potentiellen Kreditnehmers fest. Außerdem hat die Bank auch eine Prüf- und Warnpflicht. Wenn diese Prüfungen positiv ausfallen, so kommt es zu einer Zusage des Kredits.

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