Leasinggeber

Von | 17. April 2012

Als Leasinggeber fungiert meist eine Leasinggesellschaft. Sie stellt dem Leasingnehmer das gewünschte Objekt (Fahrzeuge, Maschinen, Flugzeuge) gegen Zahlung der Leasingraten zur Verfügung. Während bei der Miete von Sachen, der Mieter lediglich zur Nutzung berechtigt ist, erhält ein Leasingnehmer beim Leasing nicht nur die Nutzung des Objektes übertragen.

Der Leasingvertrag legt fest, dass der Leasingnehmer verpflichtet ist, die Instandhaltung des Leasingobjektes zu gewährleisten. Nach Ablauf des Leasingvertrages besteht eine Option zum Kauf des Leasingobjektes. Der Eigentümer des Leasingobjektes bleibt bis Vertragsende und einer eventuellen Restwertzahlung der Leasinggeber.

Beim direkten Leasing ist der Leasinggeber in der Regel der Hersteller der Leasingobjekte selbst. Unter der Bezeichnung Herstellerleasing ist diese Leasingform bekannt. Leasingobjekte sind hierbei Maschinen, Fahrzeuge oder Anlagen.

Da Herstellerfirmen oftmals eine Tochterfirma gründen, die als Leasinggeber beziehungsweise Leasinggesellschaft fungiert, kommt das direkte Leasing selten vor. Die Tochterunternehmen der Automobilhersteller sind typische Beispiele für Leasinggesellschaften dieser Art.

Der Leasinggeber tritt beim indirekten Leasing als eine rechtlich selbständige Leasinggesellschaft auf, ohne eine Tochter des Herstellers der Leasingobjekte zu sein. Beim indirekten Leasing ist der Leasinggeber immer ein Bestandteil einer Dreiecksbeziehung. Der Hersteller finanziert der Leasinggesellschaft das Leasingobjekt. Mit dem Leasingvertrag wird das dem Leasingnehmer zur Nutzung überlassen und durch dessen Leasingsonderzahlungen und Leasingraten refinanziert.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.