Linz Kredit kommt teuer! Stadt Linz „verzockt“ Millionen mit Schweizer Franken

Die Stadt Linz, an deren vorderster Stelle die SPÖ Linz steht, kommt wohl ein Kredit bzw. die Absicherung des Kredits sehr teuer! Vor wenigen Monaten berichteten wir bereits über einen Frankenkredit der teuer kommt. Die Stadt Linz musste 2010 hier 16 Millionen Euro bezahlen und es war kein Ende in Sicht. „Schuld“ an den Zahlungen ist der Frankenkurs der sich noch immer unter 1,3 befindet. Wobei „Schuld“ ist hier übertrieben, denn die Stadtväter haben sich auf ein Absicherungs- bzw. Spekulationsgeschäft eingelassen und hier auf einen gleichbleibenden bzw. sinkenden Frankenkurs spekuliert. Gekommen ist es bisher anders und daraus entstehen deutliche Mehrkosten für die Stadt Linz und bringen das bereits angeschlagene Budget noch mehr ins Wanken!

Angesicht des Schadens versucht die Stadt Linz nun den Schaden zu minimieren und argumentiert, dass Sie von der Bank (BAWAG) nicht ausreichend aufgeklärt wurde und dass der städtische Finanzdirektor Werner Penn und Finanzstadtrat Johann Mayr getäuscht wurden (so zumindest die Argumentation laut OÖN). Im Moment kann sich ein Verlust bis 2017 (dann endet die Laufzeit des Risikogeschäfts) von über 200 Millionen Euro einstellen, unter dem aktuellen Frankenkurs. Dieser Verlust kann sich natürlich noch verringern, aber auch noch erhöhen – je nachdem wie sich der Frankenkurs in den nächsten Monaten und Jahren entwickelt.

Dass die Stadt nun versucht einen Kompromiss mit der BAWAG zu erreichen und darauf verweist, dass sie und der Finanzdirektor getäuscht wurden ist eine Täuschung des Wählers. Eine 200.000 Einwohner Stadt, die 3. größte Stadt in Österreich, darf doch davon ausgehen, dass die Entscheidungsträger wissen, was sie unterschreiben und Risiken bewusst eingehen. Natürlich – 2007 – ein Jahr vor dem Ausbruch der Finanzkrise war die Welt noch in Ordnung und man konnte & wollte sich eine derartige Entwicklung nicht vorstellen, aber ein gesunder Menschenverstand muss doch mit vielen Eventualität rechnen und dazu gehört auch so ein Frankenkurs. Unterm Strich lehnen die Verantwortlichen der Stadt Linz jede Verantwortung ab, versuchen zu retten, was noch zu retten ist (wenn die BAWAG hier mitspielt) und spielen auf Unschuldslamm.

Letztlich wird der Steuerzahler und die Bewohner der Stadt Linz diese Misswirtschaft bezahlen müssen und da kommt es nicht von ungefähr, dass die Stadt Linz vor wenigen Wochen noch versuchte eine Biersteuer einzuführen – irgendwoher muss doch dieses Geld kommen, welches man woanders verzockt!

Keine Antworten

  1. Pingback: Zins Swap Geschäft in Linz | Kredit 29. März 2011

Hinterlassen Sie eine Antwort