Metallgeld – Was ist Metallgeld?

Die ersten Münzen aus Metall reichen in die Zeit um 640 – 600 v. Chr. zurück. Sie bestanden aus einem gewissen Anteil Goldstaub, der bis ins 18. Jahrhundert hinein den Wert des Geldes bestimmte. Diese Kurantmünzen (Münze, deren Wert durch das Metall aus dem sie besteht gedeckt ist) waren bis zum 19. Jahrhundert einziges Zahlungsmittel. Sie bestanden aus Edelmetallen wie Gold und Silber, seltener aus Kupfer oder Platin. Leider kam es sehr häufig zu mutwilligen Entfernungen der Edelmetallschicht, so dass das Geld überbewertet wurde und der Edelmetallgehalt nicht mehr mit dem aufgedruckten Wert übereinstimmte. Dennoch behauptete sich das Metallgeld als gängiges und beliebtes Zahlungsmittel. Bis 1915 bezog sich der Begriff Bargeld in Deutschland nur auf die Kurantmünzen.

Echte Probleme mit den Kurantmünzen kamen erst mit dem internationalen Handel auf. Während der Metallwert und somit der Wert der Münzen im eigenen Land stabil blieb, kamen vor allem bei Überseegeschäften Probleme auf. Der Wert des Goldes konnte im Kulturkreis der Chinesen nicht nachvollzogen werden. Erst als die Bank of England eine Geldeinlösegarantie versicherte, kehrte das Vertrauen in das Metallgeld zurück. Die letzten Zweifel beseitigte die Bank of England im Jahr 1730, da mit Hilfe der Londoner Großhändler belegt werden konnte, dass genügend Goldvorräte den ausgegebenen Münzen gegenüberstanden und somit die Garantie zur Einlösung der Münzen gegeben war.

Mit dieser Einlösegarantie war der Weg für die Scheidemünzen geebnet. Scheidemünzen sind Münzen, deren Metallwert geringer als ihr gesetzlich aufgeprägter Wert ist. Seit 1915 werden in Deutschland nur noch Scheidemünzen geprägt.

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