Nominalzins – Was ist der Nominalzins?

Der Zinssatz, den ein Kreditinstitut für eine Geldanlage oder ein Darlehen anbietet, wird Nominalzins genannt.

Im Nominalzins sind die Kosten für die Bearbeitung, Fremdgebühren oder andere Nebenkosten nicht enthalten. Da diese Nebenkosten nicht in die Berechnung des Nominalzinssatzes einfließen, ist es wenig aussagefähig, die Nominalzinssätze von verschiedenen Banken miteinander zu vergleichen. Für einen aussagekräftigen Vergleich zwischen verschiedenen Angeboten ist der Effektivzins zu Rate zu ziehen. Im effektiven Jahreszins sind die Nebenkosten größtenteils enthalten.
Die Banken sind verpflichtet, bei Angeboten den Effektivzins anzugeben. Sofern dieser nicht schon im Angebot ausgewiesen wurde, teilt das Kreditinstitut den Nominalzins auf Nachfrage nachträglich mit.
Pro Jahr wird im Normalfall der Nominalzins angegeben. Das Kürzel p.a. steht dabei für die lateinischen Worte „per anno“, was übersetzt „pro Jahr“ bedeutet. Die Zahlung erfolgt mit den Tilgungsraten, welche normalerweise monatlich, pro Quartal, halbjährlich oder auch jährlich entrichtet werden. Meistens werden monatliche Zahlungen vereinbart.
Die Höhe des Nominalzinses ist sowohl bei einer Geldanlage als auch bei einem Kredit von vielen Faktoren abhängig. Das Marktzinsniveau, der Kreditzweck, die Sicherheiten und die Laufzeit und nicht zuletzt die Kreditwürdigkeit des Kunden fließen in die Berechnung des Nominalzinses mit ein.

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