Österreich: Neuverschulden ist keine gute Idee

Bei der Vorstellung des Wirtschaftsberichtes am 08.07.2011 äußerte sich Finanzministerin Fekter warnend bezüglich der österreichischen Verschuldung. Die Lasten der Vergangenheit müssten angepackt und zurückgeführt werden. Schuldenabbau sei eine vordringliche Pflicht um die Zinslast loszuwerden. Das Geld für den Schuldendienst sei nötig um die wachsenden Pensionslasten des Landes zu tragen.
Österreich hat die Krise seit 2009 ähnlich gut wie Deutschland überwunden und befindet sich mit kräftigem Wirtschaftswachstum in einem Aufschwung. Der jetzigen Außenhandelsbilanz von erfreulichen 40 Milliarden Euro, steht aber ein Schuldendienst von 10 Milliarden Euro gegenüber. Eine Neuverschuldung darf keinesfalls diese Lasten erhöhen. Nur durch Rückführung der Schulden ist eine Verringerung der Zinslasten möglich. Der dadurch freiwerdende finanzielle Spielraum ist bereits durch die steigenden Pensionslasten gebunden. Für Zukunftsausgaben ist erst dann wieder Geld da, wenn die Vergangenheit endlich bewältigt wird. Auch Deutschland geht diesen Weg. Dort ist man bemüht, den Anstieg der Neuverschuldung zu verhindern und den Schuldenstand zurückzuführen. Ohne neue Schulden geht es dort aber noch nicht. Österreich muss nun die gute Wirtschaftsentwicklung sinnvoll nutzen, sich zu entschulden. Sonst droht die Gefahr von erdrückenden Zinslasten, wie sie in einigen Ländern der Europäischen Gemeinschaft zu beobachten sind. Die klugen Reformen schon vor der Finanz- und Wirtschaftskrise haben rechtzeitig einen Sparkurs anvisiert. Dieser muss konsequent fortgesetzt werden, um sich von den Schulden zu befreien anstatt sie weiter mit herum zu schleppen.

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