Pfändbares und nicht pfändbares Gehalt / Lohn

Für jeden, der überschuldet ist, ist die Frage nach dem pfändbaren Einkommen wichtig, man sollte schließlich wissen, was im schlimmsten Fall vom Gehalt übrig bleibt.
Besteht bereits ein Gerichtsbeschluss, kann das Gehalt bis zum Existenzminimum gepfändet werden.  Wie viel gepfändet wird, hängt davon ab, wie hoch das Gehalt ist und wie viele Sorgepflichten die Schuldner haben.

Die sogenannte Pfändungstabelle gibt darüber Auskunft, bei welchem Gehalt und welchen Sorgepflichten, welcher Betrag gepfändet wird. Dieser Pfändungskatalog ist im Internet veröffentlicht und jeder kann sich die Tabelle im PDF-Format downloaden.
Auch die Schuldenberatung in Österreich bietet eine Möglichkeit, sich sofort das unpfändbare Gehalt errechnen zu lassen. Der sogenannte Pfändungsrechner berechnet aufgrund der Eingaben sofort den pfändbaren bzw. unpfändbaren Teil.

Wird die Pfändung aufgrund von Sorgepflichten, zum Beispiel wegen Alimentenschulden, geführt, ist der unpfändbare Betrag wesentlich geringer als bei normaler Pfändung.
Berücksichtigt wird ebenso ob ein 13. und 14. Gehalt ausbezahlt wird, Selbstständige haben natürlich kein Weihnachts- und Urlaubsgeld, damit wird der nicht pfändbare Teil des
Einkommens höher sein, als bei Schuldnern, die diese Gehälter beziehen.

Wird aufgrund der Schulden ein Privatkonkurs beantragt, wird zuerst versucht, einen Zahlungsplan zu erstellen und die Gläubiger damit zufriedenzustellen. Sind die Gläubiger damit nicht einverstanden, wird es zu einem Abschöpfungsverfahren kommen. In den meisten Fällen wird in diesem Fall das Gehalt sieben Jahre lang auf das nicht pfändbare Einkommen, gepfändet und an die Gläubiger aufgeteilt.

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