Realkredit – Was ist ein Realkredit?

Ein Realkredit ist ein objektbezogenes Darlehen, d. h. er ist durch reale, gegenständliche Kreditsicherheiten, insbesondere Vermögenswerte wie Grundstücke oder Immobilien abgesichert. Die Kreditsicherheiten können beweglicher (z. B. Eigentumsvorbehalt für Waren) oder unbeweglicher (z. B. Immobilie) Natur sein. Ein Realkredit, oft auch als Sachkredit bezeichnet, ist ein langfristiges und meist auch hohes Darlehen.
Das Gegenstück zum Realkredit bildet der Personalkredit oder Verbraucherkredit, bei dem für die Darlehensvergabe keine dingliche Absicherung notwendig ist.
Realkredite werden von Realkreditinstituten wie z. B. Hypothekenbanken und Bausparkassen in Zusammenhang mit Bauvorhaben vergeben. Oft wird ein Realkredit durch Grundpfandrechte abgesichert: Hierbei kann es sich um eine Grundschuld (ohne im Vorhinein bestehende Forderung), eine Hypothek (mit im Vorhinein bestehender Forderung) oder eine Rentenschuld (unkündbar für den Gläubiger) handeln.
Es existieren drei Arten der Tilgung es Realkredits:

  • Annuitätendarlehen: Diese am häufigsten abgeschlossene Art gewährt dem Kreditnehmer während der Laufzeit gleich hohe Raten. Durch nach und nach sinkenden Zinsanteil, erhöht sich der Tilgungsanteil.
  • Abzahlungsdarlehen: Hier bleiben die Tilgungsraten während der gesamten Laufzeit konstant. Durch den Ausgleich der geleisteten Tilgung werden die Zinszahlungen immer niedriger, so dass sich insgesamt abnehmende Zahlungen ergeben.
  • Festdarlehen: Der Kreditnehmer zahlt während der Laufzeit lediglich die Zinsen in gleichbleibenden Beträgen. Der Realkredit wird am Ende der Laufzeit in einer Summe getilgt.

In der Regel wird ein Realkredit über eine Laufzeit von 5 bis 30 Jahren abgeschlossen.

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