Reiche werden reicher – warum?

Von | 12. August 2012

Auch wenn die Anzahl der Millionäre in Österreich etwas zurückgegangen ist, steigt das Vermögen der bereits reichen Menschen immer mehr an. Insgesamt waren 17.900 Wiener im Jahr 2011 Millionäre. Insgesamt sind es 72.100 Österreicher bundesweit, welche sich Millionäre nennen dürfen. Dies ergab der sogenannte Valuga Vermögensreport. Auch wenn dies eine beachtliche Anzahl ist, sind 1.800 Personen aus dem Ranking der Millionäre gefallen, was einem Prozentsatz von 2,5 entspricht.
Doch auch wenn 2,5 Prozent der Millionäre nun keine mehr sind, steigt das Vermögen der noch immer bestehenden Millionäre weiter an. Man geht von einem Zuwachs von 4,9 Prozent jährlich aus. Ein beachtlicher Prozentsatz, wenn man bedenkt, dass dies pro Person rund 3 Millionen Euro Steigerung darstellen.
Die reichsten zehn Familien Österreichs hingegen verfügen bereits über 68,6 Milliarden Euro. Im Vergleich zum Vorjahr ein Zuwachs von sagenhaften 5 Milliarden Euro!
Aber nicht nur in Österreich kann dieses Spektakel beobachtet werden. Auch in den Nachbarländern Schweiz und Deutschland zeichnet sich ebenfalls dieses Bild ab. Auch wenn die Vermögenden immer weniger werden, steigt stetig das Kapital der Reichen.
Dies liegt wohl in der Regel an der Spekulation. Wenn die Spekulationsgeschäfte mit Aktien oder Anlagen positiv verlaufen und die Zinsen des Vermögens stetig steigen, ist es einfach das Vermögen zu halten oder zu steigern. Wer hingegen auf das „falsche Pferd“ setzt, der läuft Gefahr, dass er eventuell im nächsten Jahr gar nicht mehr im „Millionen-Ranking“ vertreten ist.

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