Risiko bei einem Fremdwährungskredit

Wer einen Fremdwährungskredit hat, der spekuliert mit Währungen und darüber sollte sich jeder bewusst sein. Es gibt verschiedene Risiken die ein Kreditnehmer eingeht, wenn man einen Fremdwährungskredit hat. Hier die 3 Kernrisiken bei einem FW-Kredit:

  1. Zinsänderungsrisiko
  2. Wechselkursrisiko
  3. Tilgungsträgerrisiko

Neben diesen Risiken gibt es aber noch weitere interessante Stolpersteine wie

  • SWAP- bzw. andere Absicherungskosten
  • Die Sicherheiten müssen erhöht werden -> Nachschusspflicht
  • Zwangskonvertierung des FW-Kredits zu einem ungünstigen Zeitpunkt

Da der Aufwand bei einem FW-Kredit auch wesentlich höher ist bei einem Euro Kredit entstehen der Bank auch höhere Kosten dadurch. Diese Kosten werden natürlich an den Kreditnehmer weitergegeben.

Ein Fremdwährungskredit ist sehr schlecht planbar, deshalb wurde er in Österreich auch nahezu verboten. In früheren Zeiten war es so, dass der FW-Kredit gerne an Häuslbauer vergeben wurde. Diese waren sich aber des hohen Risikos aber nur selten bewusst, bzw. dachten, dass diese die Risiken voll im Griff haben. Aber es gibt gute Gründe, warum das Risiko doch so hoch ist:

  • Es weiß niemand, wie sich eine Währung in der Zukunft entwickeln wird. Der heutige Zinsvorteil, kann in wenigen Jahren schon ein Riesen-Nachteil sein!
  • Niemand weiß wie sich der Wechselkurs der Fremdwährung entwickeln wird. Durch einen veränderten Wechselkurs verändert sich auch der Rückzahlungsbetrag des Kredits.
  • Es kann niemand garantieren, wie sich der endfällige Tilgungsträger entwickelt. Im schlimmsten Falle entstehen ihnen hier nochmals zusätzliche Kosten.

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