Rückzahlung

Von | 26. April 2012

Die Rückzahlung wird umgangssprachlich auch oft Erstattung genannt, obwohl sie im Einzelfall vielfach etwas anderes ist. Rückzahlung heißt, dass etwas zurückgezahlt wird. Von einer Erstattung wird eher dann gesprochen, wenn beispielsweise eine zu Unrecht erhaltene Zahlung an den Zahlenden zurückgegeben wird.

Wer eine Rückzahlung leistet, hat vorher eine Zahlung oder eine Leistung erhalten. Ganz typisch ist der Begriff Rückzahlung bei Krediten und Darlehen. Hier wird von einer Darlehensrückzahlung gesprochen. Sie beinhaltet jedoch nicht nur die Tilgung der erhaltenen Kreditsumme, sondern zusätzlich auch noch die vereinbarten Zinsen. Rückzahlung bezieht sich in diesem Sinne auf die vertragliche Leistung, also auf die Gesamtsumme.

Eine ganz typische Rückzahlung ist ein erhaltenes BAföG-Darlehen. Es wird zwar nicht von einem Kreditinstitut gewährt, sondern von der zuständigen Behörde. Zu einem späteren Zeitpunkt erfolgt die Rückzahlung, das heißt, die erhaltene Summe wird zurückgezahlt.

Oft sind Rückzahlung und Erstattung mehr ein Wortspiel, je nachdem, welche Seite welchen Ausdruck benutzt. Bei öffentlichen Transferleitungen zum Beispiel hat die Behörde einen Erstattungsanspruch, der vielfach auch als Rückzahlungsanspruch bezeichnet wird. Beim Leistungsempfänger handelt es sich um eine echte Rückzahlung, da er das erhaltene Geld zurückzahlt. Er überweist es buchstäblich zurück.

Und auch bei der Mietkaution wird von einer Rückzahlung gesprochen, keinesfalls von einer Erstattung. Der Mieter erhält die Kaution und muss sie separat sowie treuhänderisch auf einem Sparbuch verwalten. Die Mietkaution gehört nicht zu seinem Vermögen. Wenn die vertraglichen Voraussetzungen erfüllt sind, erfolgt die Rückzahlung der Mietkaution, keinesfalls aber eine Erstattung.

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