Russische Milliarden als Quasi-Kredit für Zypern

Auf Zypern stehen momentan zahlreiche wichtige Vorhaben an. Nicht nur die großen Gasvorgaben sorgen für Streit zwischen der Türkei und Griechenland. Auf Zypern geht momentan auch die Angst vor der Staats-Pleite um. Damit eine Staats-Pleite vermieden werden kann, überlegt die Regierung momentan einen Kredit von Russland in Anspruch zu nehmen. Nach Angaben soll die Kreditsumme 2,5 Milliarden betragen. Der Kredit soll nach dem Regierungssprecher 2,5 Milliarden Euro betragen. Am Mittwoch wurde diese Option bekanntgegeben. Die Regierung überlegt momentan ernsthaft von dem Angebot Gebrauch zu machen, da die Russen einen günstigen Zinssatz von 4,5% bieten. Das Angebot der Russen ist attraktiv, da so ein doppelt so hoher Zins umgangen werden kann. Auf den Kapitalmärkten muss Zypern momentan mit ca.10% Zinsen rechnen.

Der Kredit soll zur kurzfristigen und mittelfristigen Finanzierung genutzt werden. Durch den Kredit der Russen könnte der Liquiditätsdruck auf die Banken gemindert werden. Die Banken waren in den vergangenen Jahren immer der wichtigste Kreditgeber für die Regierung des Landes Zypern. Nicht nur die starke Abhängigkeit gegenüber den Banken ist ein entscheidendes Thema, auch die Refinanzierungskosten haben sich für Zypern deutlich erhöht. Auf den Sekundärmärkten muss Zypern aktuell mit sehr hohen Kosten rechnen.
In den vergangenen Monaten hatten vor allem die Anleger Grund zur Beunruhigung. Die Schuldenkrise in Griechenland ruft bei vielen Anlegern Bedenken hervor. Viele Anleger fürchten sich davor, das sich die Schuldenkrise auf die Banken Zyperns auswirkt.

Zypern will durch den Kredit aus Russland verhindern das nächste Land in Europa zu sein, welches auf Hilfen aus der EU zurückgreifen muss. Der Inselstaat steht momentan im Visier der zahlreichen Ratingagenturen. Die Agentur Fitch hat Zyperns Bonität bereits herabgestuft.

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