Sanierungskredit

Von | 22. April 2010

Sanierungskredite dienen in Österreich als finanzwirtschaftliche Maßnahme im Rahmen der Restrukturierung. Unter einem Sanierungskredit ist die Erhöhung bestehender Kredite sowie die Gewährung neuer Kredite zur Überbrückung der Liquiditätskrise zu verstehen.

Hauptziel der österreichischen Kreditinstitute bei einem Sanierungskredit ist es dem Schuldner durch Ihre Maßnahmen wieder Zahlungsfähig werden zu lassen, so dass er seine bereits laufenden Kredite bedienen kann und die drohende Insolvenz abgewendet wird.

Banken müssen das Für und Wider eines Sanierungskredites genauestens gegenüberstellen,
den bei einer Kreditsanierung besteht immer die Gefahr „ Gutes Geld schlechtem hinterher zu werfen“. Sollte der Schuldner trotz eines Sanierungskredites Zahlungsunfähig werden, verliert das Kreditinstitut zu den bereits offenen Forderungen auch den Betrag des neu gewährten Sanierungskredites.

Voraussetzung zur Gewährung eines Sanierungskredites ist die tatsächliche Sanierungsfähigkeit des Unternehmens. Folgende Punkte werden, um ein genaues Urteil fällen zu können, hierfür genauestens überprüft: Welche Gründe führten zu aktuellen Schieflage des Unternehmen? Gibt es ein schlüssiges Sanierungskonzept?
Wie ist die Marktstellung des Unternehmens? Wie ist das jetzige Management aufgestellt?

Eigens dafür geschulte rechtliche und kaufmännische Mitarbeiter prüfen diese Sanierungsfähigkeit und versuchen im Auftrag der Kreditgebers Lösungsvorschläge, außerhalb der Rechtsmöglichkeiten, zu erarbeiten. Ziel muss es sein, im besten Fall die komplette Kreditsumme zurück zu erhalten – im schlechten Fall, der später einsetzenden Zahlungsunfähigkeit, das maximale an Rückzahlungssumme herauszuholen.

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