Schulden beim Finanzamt – was tun, wenn man beim Finanzamt Schulden hat?

Wer Schulden beim Finanzamt hat, muss vorsichtig sein. Der Fiskus verlangt sein Geld und zeigt wenig Verständnis, wenn der Steuerbürger Zahlungsprobleme hat. Dennoch lässt sich mit dem Finanzamt reden. Wichtig ist zu wissen, dass das Finanzamt gegenüber einem privaten Gläubiger einige Vorteile hat. Steuerschulden sind vollstreckbar, ohne dass sie eingeklagt werden müssen. Private Gläubiger benötigen hingegen einen Gerichtstitel. Das Finanzamt kennt meist die Konten des Bürgers und kann direkt eine Kontopfändung ausbringen und den Bürger in seiner wirtschaftlichen Freiheit erheblich einschränken. Da die Finanzämter eigene Vollstreckungsbeamte haben, können sie auch noch ohne Kostenrisiko regelmäßig vollstrecken.

Wer seine Steuerverbindlichkeit aktuell nicht bezahlen kann, sollte mit dem zuständigen Sachbearbeiter beim Finanzamt persönlich sprechen oder ihn zumindest anschreiben. Es bringt nichts, einfach nur abzuwarten. Die persönliche und wirtschaftliche Situation ist darzulegen. Es ist aufzuzeigen, wie man plant, die Verbindlichkeiten in naher Zukunft zu erledigen. Im Idealfall sollte eine regelmäßige Teilzahlung angeboten werden. Wer kann, legt einen etwas größeren Geldbetrag sofort auf den Tisch und dokumentiert seinen guten Willen. Unter Umständen verzichtet das Finanzamt angesichts der Situation auf die üppigen Säumniszuschläge. Sollte der Steuerbürger dann tatsächlich zur Offenlegung seiner Vermögensverhältnisse gezwungen werden, müssen die dafür vorgesehenen Rechtsbehelfe genutzt werden. Der dadurch gewonnene zeitliche Aufschub muss dann genutzt werden, eine Regelung zu finden und die Verbindlichkeiten zu tilgen oder zumindest durch Teilzahlungen einer Regelung zuzuführen.

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