Schulden machen krank – was können Schulden bei einem Menschen alles auslösen?

In Österreich steigt die Privatverschuldung der Menschen rasant an. Der Mediandurchschnitt der Privatverschuldung liegt mit knapp 40.000 € auf einem hohen Niveau, wobei insbesondere die Privatverschuldung bei Selbständigen und jungen Menschen hervorzuheben ist. Diese hohe Verschuldung ist nicht nur ökonomisch ein Problem, sondern auch gesellschaftlich. Die sozialen und gesundheitlichen Auswirkungen der Privatverschuldung werden häufig unterschätzt. In Österreich ist im Gegensatz zu den USA die Verschuldung und insbesondere die Privatinsolvenz in der Gesellschaft verschmäht. Menschen, die hohe Schulden angesammelt haben und unter der Last finanziell zusammenbrechen, verlieren nicht nur ihre materielle Sicherheit sondern auch an sozialem Ansehen. Doch schon die Kreditaufnahme an sich führt bereits zu einer hohen psychischen Belastung. Die regelmäßige Bedienung der Zins- und Tilgungslast bei hoher wirtschaftlicher Unsicherheit und Angst um den Arbeitsplatz sowie das Wohlergehen des eigenen Unternehmens führt zu einer ständigen Anspannung. Dieser psychische Stress erhöht nicht nur die persönliche Reizbarkeit, welche sich auf das Familienleben und das soziale Umfeld direkt auswirkt, sondern bewirkt auch langfristig körperliche Schäden. Neben psychischen Problemen, wie Depressionen und Ängsten, sind dies auch Herz- und Kreislaufprobleme, Krankheiten des Verdauungsapparats sowie unklare Beschwerden wie Kopf- und Rückenschmerzen. In Österreich gibt es bereits Angebote, die von medizinischen Einrichtungen bis hin zu psychologischer Betreuung reichen, welche sich auf Menschen mit hohen Schulden spezialiseren. Um diese Problem wirksam zu bekämpfen, benötigt es jedoch eines koordnierten Ansatzes, der juristische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Maßnahmen vereint.

Hinterlassen Sie eine Antwort