Schulden ohne Vertrag

Angenommen ein Österreicher hat einem anderen österreichischen Bürger eine Summe Geld geborgt, jedoch haben Sie keinen schriftlichen Vertrag abgeschlossen. Jetzt möchte der österreichische Schuldner das Geld nicht zurückbezahlen, da es ja keinen Vertrag gibt, der ihn verpflichtet die Schulden zurück zu bezahlen. Doch wie sieht es in solch einem Fall für den Kreditgeber aus? Hat er rechtliche Möglichketen sein Geld wieder zu bekommen oder hat er im schlimmsten Fall keinen Anspruch auf sein Geld?

Bei diesem Fall hat der Kreditgeber eine 50 : 50 Chance. Der Schuldner behauptet kein Geld zahlen zu müssen und der österreichische Kreditgeber behauptet Geld vom Schuldner zu bekommen. Sollte dieser Fall vor Gericht gehen steht es Aussage gegen Aussage. Jetzt muss der Kreditgeber dem Richter erst einmal beweisen, dass er dem Schuldner Geld geliehen hat. Nur wie soll der Kreditgeber seine Geldanleihe stichhaltig beweisen? Hätte er mit dem Schuldner einen Vertrag abgeschlossen, so könnte er dem Richter den Vertrag vorlegen und die Sache wäre geklärt. Dem Schuldner kann der Fall bis dato egal sein, da er keine Forderungen hat.

Es ist daher immer empfehlenswert bei einer Geldanleihe mit dem Schuldner immer einen Vertrag abschließen, damit er immer beweisen kann, dass er Ansprüche auf das geforderte Geld hat.

Kleiner Trick: Man kann versuchen, dass man dem Schuldner einen Brief schreibt in dem man ihn auffordert den Kredit zurückzubezahlen und hier aber einen überhöhten Wert anführt. Hier kann man dann darauf hoffen, dass der Schuldner urgiert, dass dieser Wert doch viel zu hoch ist und somit bestätigt, dass eine Schuld besteht! Ob dieser Trick aufgeht oder nicht, hängt vom Schuldner ab, aber es ist zumindest einem Versuch wert, wenn man schon vergessen hat, einen Kredit zu vergeben, ohne einen Vertrag zu haben!

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