Schulden privat eintreiben

Schnell ist es geschehen und eine ausstehende Forderung wird nicht beglichen. Jetzt kann der Gläubiger verschiedene Wege im Forderungsmanagement beschreiten.
Zum einen ist das den Schuldner an die Begleichung der Schuld zu erinnern, und nach fortschreitender Zeit anzumahnen.
Leider ist dies jedoch nicht immer von Erfolg gekrönt. Darum stellt sich hier die Frage:

welche Möglichkeiten habe ich, wenn ich privat Schulden eintreiben lassen will?

Nun steht es dem Gläubiger offen, ein Inkassounternehmen mit der Eintreibung der Schuld zu beauftragen, oder bei Gericht ein obligatorisches Mahnverfahren anzustrengen. Benötigte Unterlagen für das Mahnverfahren können auf der Webseite des Bundesministeriums für Justiz kostenfrei heruntergeladen werden.

Das obligatorische Mahnverfahren soll dem Gläubiger auf einfache und schnelle Art ermöglichen, seinen Anspruch auf eine Geldforderung geltend zu machen.
Dieses Verfahren wird im Rahmen eines aktuellen bzw. nachfolgenden Streitverfahrens durchgeführt. Das passiert immer dann, wenn die Durchführung des Mahnverfahrens nicht im Ermessen des Klägers liegt.
Liegt die Forderung unter 75.000 Euro, so gelangt der Kläger zeitnah zur Klageerhebung in den Besitz eines Vollstreckungs- und Exekutionstitels. Der Titel wird dem Beklagten zugestellt, mit der Maßgabe, die Forderung binnen 14 Tagen auszugleichen. Mit der Zahlung ist das Mahnverfahren abgeschlossen.
Ab dem Zugang des Titels kann der Beklagte jedoch innerhalb von 4 Wochen Einspruch einlegen. Dann wird der Zahlungsbefehl zunächst außer Kraft gesetzt, und der Kläger muss die Mahnklage bei Gericht weiter vorantreiben. In der Mehrzahl der Fälle kommt es allerdings zur Zahlung, da beide Parteien weitere Kosten vermeiden möchten.

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