Schulden und Anleihe Debakel von Santander

Die Großbank Santander mit Hauptsitz in Spanien hat eine eine Milliarde Euro teure Anleihe, welche mit Schulden spanischer Regionen und Gemeinden besichert ist, nur etwa die Hälfte am Markt veräußern können, heißt es vom Wall Street Journal. Davon betroffen sind auch mehrere europäische Großbanken, welche die spanische Bank bei dem Geschäft begleiteten, so die französische Societé Générale, die britische HSBC und die deutsche Commerzbank, die jeweils etwa 100 Millionen Euro der Anleihen in ihre Bücher aufzunehmen haben, andere wurden von Santandertöchtern übernommen. Die Anleihe wurde mit der Note AAA bewertet und mit einer Rendite von 1,95 Prozent angeboten, der Zins auf den Nominalwert betrug 4,625 Prozent.
Für das stärkste Bankhaus Spaniens hat sich damit aber noch kein bedrohliches Problem entwickelt, da es bisher keine Schwierigkeiten mit der eigenen Finanzierung gibt und alle auslaufenden Verpflichtungen dieses Jahres bereits durch neue ersetzt wurden. Nichtsdestotrotz sind die Preise für Ausfallversicherungen der Anleihen von Santander auf den höchsten Stand seit drei Monaten geklettert, der Aktienkurs von Santander verlor entgegen des positiven Trends in der Finanzbranche 0,33 Prozent ein und liegt somit bei 7,845 Euro, was von der Bank zunächst nicht kommentiert wurde. Laut einigen Experten aus der Finanzwelt zeigt dieses Fiasko gerade das wachsende Misstrauen der Investoren in den spanischen kommunalen Sektor, wo lokale und regionale Regierungen für circa ein Viertel der öffentlichen Schulden des Landes stehen.

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