Schulden von Vorarlberg

Das Land Vorarlberg musste im vergangenen Jahr insgesamt 50 Millionen Euro neue Schulden aufnehmen und Rücklagen auflösen. Dies war laut Landeshauptmann Sausgruber (ÖVP) nötig, um ein ausgeglichenes Rechnungsergebnis zu erreichen.

Allein mit Sparen sei es nicht möglich gewesen, die aufgrund der Krise ausbleibenden Einnahmen aufzufangen. Insgesamt wurden 24 Millionen Euro Darlehen aufgenommen und Rücklagen in Höhe von 30 Millionen Euro aufgelöst worden. Auch die Steuerreform habe die Einnahmen im Vergleich zu den Vorjahren um über 40 Millionen Euro sinken lassen.

Für das Jahr 2013 wird nun ein ausgeglichener Haushalt angestrebt, während für 2012 neue Schulden nicht ausgeschlossen werden können. Immerhin wolle man im nächsten Jahr wieder den Stand von 2008 Jahren erreichen, so Landeshauptmann Sausgruber. 2013 werde man voraussichtlich das Niveau von vor 20 Jahren haben, nämlich ohne Schuldenaufnahme und mit Bildung neuer Rücklagen.

Den Hauptteil der Ausgaben machten Lehrergehälter und -Pensionen sowie die Forschung aus. Für beide wurden 2010 je 248 Millionen Euro ausgegeben. Ebenfalls ein großer Haushaltsposten war der Vorarlberger Sozialfond in Höhe von 229 Millionen Euro, gefolgt von der Wohnungsförderung mit 161 Millionen. In den Bereich Kultur fallen zum Beispiel der Neubau des Landestheaters und des Kunsthauses in der Landeshauptstadt Bregenz.

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