Schulden was tun? 10 Tipps zum Schuldenabbau

Schulden sind schnell gemacht und man fragt sich dann:

Schulden – Was tun?

Wichtig ist, dass man den Kopf nicht in den Sand steckt. Gehen Sie aktiv vor, nehmen Sie Hilfe in Anspruch (Schuldenberatung!) und lesen Sie sich folgende 10 Tipps zum Abbau Ihrer Schulden durch und beherzigen Sie diese auch:

  1. Miete bezahlen, Wohnung behalten: Das Wichtigste ist auch bei hohen Schulden, dass Sie Ihr Dach über dem Kopf behalten. Bezahlen Sie unbedingt die Miete, denn ohne einem Dach über den Kopf, stehen Sie auf der Straße! Sie sind damit Obdachlos, bedenken Sie das, wenn Sie Ihre Miete nicht mehr bezahlen.
  2. Sprechen Sie Klartext: Ihre Gläubiger wollen wissen, warum Sie nicht zahlen können. Wenn Sie sich verstecken, fahren diese ihr Standardprogramm und das geht nicht gut für Sie aus. Benachrichtigen und sprechen Sie mit Ihren Gläubigern. Das hilft auch schon mal vor teuren Mahnspesen, hohen Inkassogebühren und Rechnungen für den Anwalt.
  3. Strom- und Heizungsrechnungen bezahlen: Genauso wie bei der Miete ist es auch bei Strom und Heizung (Gas, Fernwärme, …) wichtig, dass Sie diese stets und relativ pünktlich bezahlen. Ohne Strom können Sie nichts mehr kochen, ohne Heizung müssen Sie im Winter frieren! Das Sperren von Strom oder der Heizung ist so richtig teuer – versuchen Sie dies zu vermeiden. Auch hier wiederum gilt: Sprechen Sie mit den Energieversorgungsunternehmen (Wien Energie, EVN, Energie AG & Co)
  4. Seien Sie kooperativ, treffen Sie Vereinbarungen mit Ihren Gläubigern und halten Sie diese auch: Wenn Ihre Gläubiger das Gefühl haben, dass Sie mit ihnen aufrichtig kommunizieren und Sie sich an die getroffenen Vereinbarungen halten, so sind diese auch schneller und eher bereit sich auf (außergerichtliche) Einigungen einzulassen. Ansonsten kommen Sie so gar nicht mehr ohne fremde Hilfe raus (die Folge ist der Privatkonkurs über das Schuldenregulierungsverfahren).
  5. Bremsen Sie sich ein, ziehen Sie die Kostenbremse: Von alleine sind Ihre Schulden wohl nicht gekommen, daher achten Sie sofort auf Ihre Ausgaben und wo Ihre Kosten liegen. Das eigene Auto ist wohl der größte Kostentreiber und wer hier das Auto verkauft, der kann monatlich einiges sparen! Schauen Sie, ob Sie sich nicht öffentlich fortbewegen können. Auch andere Dinge wie Shoppen, Barbesuche, etc. müssen auf das Notwendigste reduziert werden.
  6. Führen Sie ein Haushaltsbuch. Mit einem Haushaltsbuch wissen Sie wofür Sie was ausgeben und wie hoch die monatlichen Kosten sind. Wichtig ist, was Ihnen vom monatlichen Gehalt/Lohn abzüglich Fixkosten (Wohnung, Strom, Heizung, …) bleibt. Dieser Betrag ist zur Deckung der Kredite, etc. notwendig und sagt viel aus über das, wie Sie im Moment finanziell dastehen. Dies sollten mindestens 400 Euro für eine Einzelperson sein, für ein Paar ca. das Doppelte.
  7. KSV-Einträge löschen lassen: Der KSV-Eintrag ist ein Synonym für diverse Schulden-Datenbanken die es in Österreich gibt. In Deutschland ist es die Schufa, was in Österreich der KSV-Eintrag ist. Achten Sie darauf, dass Sie möglichst bald und möglichst schnell aus den Schulden-Datenbanken wieder rauskommen (Achtung: Hier gibt es bestimmte Fristen die zwischen 6 Monaten und 7 Jahre liegen).
  8. Inkassobüros & Anwälte und die Schulden-Anerkennung: Mit Inkasso-Büros und Anwälten die die offenen Schulden eintreiben bzw. einklagen wollen haben Sie wohl viel zu tun, wenn Ihr Schuldenberg steigt und steigt. Sie kaufen wo ein, die Schulden treibt dann aber ein Inkassobüro oder ein Anwalt ein, welches vom Gläubiger beauftragt wurde. Hier passiert es sehr oft, dass diese wollen, dass Sie ein Formular bzw. Schreiben zur Schuldenanerkennung unterzeichnen. Tun Sie dies in der Regel nicht, denn die dort angeführten Konditionen sind meist total überzogen!
  9. Girokonto: Viele Banken wollen Ihnen kein Girokonto mehr geben, aber wenn Sie kein Girokonto haben, so sind Sie heutzutage vom Zahlungsverkehr leider vollends ausgeschlossen. Es gibt aber Girokonten, welche auch Ex- und Akuelle-Schuldner bekommen. Die Zweite Sparkasse und die PSK (Konto „Neue Chance“) bieten hier ein kostenloses Konto an für Leute, die normalerweise kein Girokonto mehr bekommen würden.
  10. Schuldenberatung: Gehen Sie zu Profis! Die Schuldenberatung hilft Ihnen hier aus der Schuldenfalle wieder rauszukommen. Die Beratung ist kostenlos und hilft jedem weiter. Es gibt in jedem österreichischen Bundesland eine eigene Schuldnerberatung. Achten Sie darauf, dass Sie nicht zu „Möchtegern“-Profis kommen, welche auch noch Geld für die Schuldnerberatung verlangen. Mehr zur Schuldenberatung bzw. Telefonnummern und Adressen erhalten Sie auf der Website ww.schuldenberatung.at

Das sind die wichtigsten 10 Tipps für den Abbau Ihrer Schulden. Nehmen Sie das Heft in die Hand und versuchen Sie Ihre Kredite abzubauen. Nur mit geregelten Schulden bzw. ohne Schulden können Sie wieder halbwegs sorglos leben!

Eine Antwort

  1. Bogdan Barw. 28. September 2014

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