Schulden

Die gesamte moderne Wirtschaft ist auf der Verschuldung aufgebaut. Unternehmen nutzen Geld von Banken für die Finanzierung von Investitionen. Die Idee dahinter ist, dass die Investition höhere Einnahmen generiert, als die Schulden an Kosten verursachen. Funktioniert dies, so spricht man von einem positiven NPV (Net Present Value) der Investition und das System funktioniert.
Funktioniert das System allerdings nicht mehr, so kann es schnell zu finanziellen Problemen durch Schulden kommen. Das größte Problem sind die Zinsen, welche sich immer weiter summieren. Können Raten eine Weile nicht bedient werden oder gibt es einfach zu viele Schulden, so wächst der Schuldenberg immer weiter an und es besteht die Gefahr einer Überschuldung. Ist dieser Punkt erreicht, wird es sehr schwierig sich von den Schulden wieder zu befreien und eine komplette Rückzahlung zu erreichen. Egal ob für Staaten, Unternehmen oder Privatpersonen, zu viele Schulden haben ausschließlich negative Effekte zur Folge. An den Zinsen verdient nur noch die Bank und auch weitere Schulden können nicht mehr aufgenommen werden, wenn die Schuldenlast bereits zu groß ist. Die Folge ist, dass neue Investitionen nach hinten gestellt werden müssen und auch sonst Ausgaben gekürzt werden müssen. Darüber hinaus wird die Abzahlung immer schwieriger, da ab einem gewissen Punkt nur noch die Zinsen bedient werden können, ohne dass der eigentliche Schuldenbetrag kleiner wird. An diesem Punkt besteht die Gefahr der Insolvenz.

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