Schweizer Franken: Aufwertungsrisiko vorhanden! Fluch oder Segen?

DER Schweizer Franken ist das Thema, das zur Zeit sehr viele Kreditnehmer beschäftigt. Wurden doch vor einigen Jahren noch, genaugenommen vor der Finanzkrise 2008/2009, die Kredite in Schweizer-Franken von vielen Banken als DAS SUPER-Instrument angeboten, so sind wir jetzt in Österreich auf dem Status, dass überhaupt keine Kredite in Schweizer-Franken gemacht werden dürfen (für Konsumenten, bzw. nur mehr in ganz wenigen Ausnahmenfällen werden noch Frankenkredite angeboten).

Was also war das tolle am Schweizer-Franken bisher! Zugegeben, die billigen Zinsen während der vergangnen 10 Jahre waren wirklich nur von Vorteil FÜR den Kunden. Die extremen „Buchverluste“ – bei vielen Kunden sind das 30-50% ihrer Ausleihungen sind jedoch so hoch, dass das die Zinsgewinne natürlich nicht wett machen können.

Was also tun, wenn man sich jetzt fürchtet, dass der Schweizer-Franken-Kurs noch stärker wird? Analysten (siehe Prognosen der Hypo Tirol Bank AG) sprechen sogar von einem Kurs unter 1,00. Was zu tun ist, kann kein Bankbereiter, kein Finanzdienstleister und auch kein Laie wissen. Mit Verlust aussteigen kann man eigentlich nur, wenn der Verlust nicht extremst ausfällt. Bei Krediten, die noch länger laufen, ist zu überlegen, ob man die Zeit bis 1-2 Jahre vor dem Laufzeitende durchtaucht und eben abwartet, was in den nächsten Jahren passiert. Wer jetzt konvertiert, der hat die Verluste amtlich und besiegelt.

Überhaupt sollte man sich einige Fragen selbst stellen:

  • Glaubt man daran, dass der Schweizer-Franken auf Dauer so stark sein kann, ohne seine Wirtschaft zu ruinieren?
  • Ist es möglich, dass die gesamte Wirtschaft in Europa zusammenbricht und der Euro noch schwächer wird?
  • Werden Staaten wie Griechenland, Portugal, Spanien usw. wirklich pleite gehen, oder findent man hilfreiche Konzepte, um das zu verhindern.
  • Wie lange läuft der eigene Kredit noch bzw. bin ich bereit, den „Nervenkitzel“ weiterzuleben?

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