Schweizer Franken Bindung an den Euro?

Die Schweiz überlegt den Schweizer Franken an den Euro zu binden? Warum macht die Schweiz das und womit müsste man dann rechnen?

Die derzeitige Eurokrise hat massive Folgen für die Währung der Schweiz, den Schweizer Franken. Aufgrund der großen Unsicherheiten über die Zukunft des Euro strukturieren immer mehr internationale Anleger ihr Vermögen um. Der Schweizer Franken hat für sie als sichere Reservewährung merklich an Attraktivität gewonnen. Entsprechend deutlich hat sich in jüngster Zeit der Franken im Verhältnis zum Euro verteuert. Dies hat aber erhebliche Auswirkungen auf die außenwirtschaftlichen Beziehungen der Schweiz. Durch die Verteuerung des Franken werden die Waren Schweizer Unternehmen in Euro gerechnet deutlich teurer. Für diese Schweizer Unternehmen wird es daher immer schwieriger, einheimische Waren ins Ausland zu exportieren. Gleichzeitig haben diese Kursveränderungen auch erhebliche Folgen für den Tourismus in der Schweiz; hierbei handelt es sich um einen ganz bedeutenden Wirtschaftszweig des Landes. Ein Urlaub in der Schweiz ist in den vergangenen Wochen für Bürger des Euro-Raums erheblich teurer geworden.

Schweizer Franken Bindung an den Euro

Die Schweiz droht, dass sie den Schweizer Franken an den Euro bindet!

Die Schweiz fürchtet daher einen merklichen Rückgang der Touristenzahlen. Innerhalb des Landes wird daher verstärkt die Überlegung angestellt, den Schweizer Franken an den Euro zu binden. Man erhofft sich dadurch stabilere außenwirtschaftliche Beziehungen. Unternehmer könnten dann wieder mit stabilen Absatzzahlen im EU-Ausland rechnen. Für Österreich als unmittelbares Nachbarlandland hätten diese stabilen Wechselkurse große Auswirkungen. Alle Unternehmen mit engen wirtschaftlichen Beziehungen in das Nachbarland könnten dann wieder merklich sicherer kalkulieren. Dies gilt im übrigen auch für den einzelnen Endverbraucher – als potentieller Urlauber oder aber auch im unmittelbaren Grenzverkehr. Die derzeit zu verzeichnenden Verwerfungen – wie beispielsweise die massiven Einkäufe Schweizer Einwohner im unmittelbaren EU-Ausland – würden so wieder eingedämmt. Gleichzeitig könnten Bürger aus dem Euro-Raum einen Urlaub in der Schweiz wieder unbesorgt planen. Ob und wie es der Schweiz aber gelingt, die Spekulationswelle zugunsten des Schweizer Franken einzudämmen muss abgewartet werden.

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