Schweizer Franken soll sinken durch Schweizer Nationalbank

In der Folge der aktuellen Krise auf dem Finanzmarkt sind in den letzten Wochen viele Anleger in den Schweizerischen Franken geflohen. Durch die weitgehende politische und wirtschaftliche Unabhängigkeit des Schweizer Franken von dem momentan kriselnden Dollar sowie vom Euro, versprechen sich Anleger vom Schweizerischen Franken eine größere Stabilität. Dieser Prozess führte zu einer Aufwertung des Franken, was sich widerum negativ auf die schweizerische Exportwirtschaft auswirkte.
Die schweizerische Zentralbank zog nun die Notbremse und beschloss, den Leitzins um über 50%, von 0 – 0,75% auf 0 – 0,25% zu senken. Für die schweizerische Wirtschaft sind dies gute Nachrichten, werden sie doch durch eine Abwertung der eigenen Währung auf dem internationalen Exportmarkt bedeutend konkurrenzfähiger. Für die privaten Sparer in der Schweiz hat dies jedoch die negative Auswirkung, dass ihr angelegtes Geld im internationalen Vergleich an Wert verliert.
Damit kann also auch dem aktuellen Trend des Kapitaltransfers aus dem Dollar- und Euroraum in den schweizerischen Franken ein wenig entgegengewirkt werden, wodurch eine erneute schnelle Erstarkung des Franken unwahrscheinlich wird. eine starke Abwertung der eigenen Währung gab es in der Schweiz schon einmal: In den 60er und 70er Jahren hatten die Schweiz gar einen negativen Leitzins um den enormen Kapitalzustrom zu stoppen. So weit ist es in der momentanen Lage noch nicht, sollte der Trend jedoch anhalten, ist auch ein erneuter Negativzins nicht auszuschließen.

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