Schweizer Franken Swap Geschäft: 13,6 Mio. Euro sind fällig

Gestern war wieder großer Lostag bei der Stadt Linz. Auf Grund des Wechselkurses Schweizer Franken zu Euro am 13.4.2011 wurde errechnet, wie viel die Stadt Linz der BAWAG bezahlen muss. Hintergrund ist ein abgeschlossenes SWAP Geschäft aus dem Jahr 2007, das der Stadt Linz seit 2008 hohe Kosten verursacht, da die Verantwortlichen anscheinend nicht im Bilde waren, was hier für ein Geschäft abgeschlossen wird.

Resultat dieser finanziellen Verpflichtung ist, dass die Stadt Linz nun 13,6 Millionen Euro aus diesem Geschäft an die BAWAG für das erste Halbjahr 2011 bezahlen muss. Die Stadt Linz bezahlt jetzt mal zähneknirschend, will jedoch die BAWAG verklagen und so versuchen, dass sie einen Vergleich mit der BAWAG bekommt, bzw. diese Summen nicht bezahlen muss.

Die BAWAG zeigt sich hier aber sehr umbarmherzig, denn die BAWAG will die Stadt Linz nicht aus dem Geschäft rauslassen, welches noch bis 2017 läuft und auf Basis der aktuellen Rechnungen der Stadt Linz insgesamt rund 200 Mio. Euro kosten wird. Dieser Betrag hängt aber stark von der Entwicklung des Wechselkurses Schweizer Franken vs. Euro ab. Dieser kann daher noch höher, aber auch noch niedriger werden. Jedes halbe Jahr wird mit der Bank abgerechnet.

Dieses sagenhafte Geschäft hat dem Finanzdirektor der Stadt Linz bereits den Job gekostet. Ob noch weitere Personen folgen, wird man sehen.

Eine Antwort

  1. Fragner Wolfgang 19. Mai 2011

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