Sicherungszweckerklärung

Von | 12. Mai 2012

Eine Sicherheitszweckerklärung oder vereinfacht Zweckerklärung, dient dem Immobilienfinanzierer zur zusätzlichen Sicherheit vor überhöhten Forderungen der finanzierenden Bank bei einer Immobilienfinanzierung.

Vorwiegend findet die Sicherheitszweckerklärung ihre Anwendung in der privaten Wohnbaufinanzierung. So wird ein Darlehen üblicherweise durch eine Grundschuld, welche sich die finanzierende Bank bei Kreditvertragsunterzeichnung, aber vor Kreditauszahlung, zu ihren Gunsten im Grundbuch der zur Sicherheit dienenden Immobilie eintragen lässt. Die Grundschuld sichert zunächst das vom Kreditinstitut ausgereichte Darlehen. Nur im Falle einer Vertragsverletzung des Sicherungsgebers/Kreditnehmers, es sei hier hauptsächlich die Zahlungssäumigkeit erwähnt, kann der Kreditgeber die Sicherheit verwerten. Um jedoch auszuschließen, dass sich das finanzierende Institut mittels der zu seinen Gunsten eingetragenen Grundschuld, für weitere eventuell an den Kreditnehmer zu stellende Forderungen befriedigen kann, dient die Sicherheitszweckerklärung dazu, die Forderungshöhe auf die maximal eingetragene Grundschuldhöhe zu begrenzen. Hiermit wird dann sozusagen der Zweck der Sicherung eindeutig erklärt.

Es gibt allerdings verschiedene Formen der Sicherheitszweckerklärung, so unterscheidet man zwischen einer „engen“ und einer „weiten“ Sicherheitszweckerklärung. Der Unterschied besteht darin, dass die „enge“ Sicherheitszweckerklärung nur dem wie zuvor beschriebenen Zweck dienen darf. Eine Ausweitung auf weitere Forderungen an den Kreditnehmer, nämlich im Rahmen der eingetragenen Grundschuld eine Verwertung des Objekts anzustreben, wird bei der „engen“ Sicherheitszweckerklärung somit definitiv ausgeschlossen. Daher findet diese Art der Zweckerklärung bei der privaten Wohnbaufinanzierung zumeist ihre Anwendung.

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