Sollzinsen – Was sind Sollzinsen?

Es gibt heute zwei verschiedene Varianten der Sollzinsen.
Die erste Variante ist die der sogenannten „Überziehungszinsen“. Diese fallen an, wenn der Kunde einer Bank sein Konto „überzieht“, das bedeutet, wenn er seinen Dispositionskredit in Anspruch nimmt und das Guthaben somit in roten Zahlen ausgewiesen wird. In diesem Moment hat der Kunde Schulden bei der Bank, die ihm den sogenannten „Dispo“ (bzw. auch sehr gerne Überziehung genannt) bewilligt hat.
Wie hoch der gewährte Dispo eines Kunden ist hängt von seinen Zahlungseingängen auf das betreffende Konto ab und davon, wie die Bank die Zahlungsmoral des Kunden einschätzt. Oftmals stellt sich die Höhe eines Dispositionskredites als Verhandlungssache heraus. Auf den überzogenen Betrag fallen die sogenannten Sollzinsen an, die der Kunde an die Bank zurückzahlen muss.
Die zweite Variante der Sollzinsen sind die „Darlehenszinsen“. Hier leiht sich der Kunde auch Geld bei der Bank oder einem anderen Kreditgeber, bekommt dieses jedoch in einer bestimmten Höhe auf sein Konto gezahlt und zahlt für den in Anspruch genommenen Betrag Sollzinsen. Die Höhe dieser Zinsen wurde im Vorfeld genau über einen Tilgungsplan festgelegt und ist so für alle Beteiligten nachvollziehbar. Die Inanspruchnahme des Kredites und die festgesetzten Zinsen werden in jedem Fall vertraglich festgehalten und bieten somit häufig eine größere Übersichtlichkeit als das Überziehen des Kontos.

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