Tilgungsträger: Anleihen, Lebensversicherung, Aktien, Fonds

Wer einen endfälligen Kredit hat, der spart über einen Tilgungsträger an, um am Ende der Laufzeit des Kredits den gesamten Kredit mit einem Schlag zu tilgen. Zwischendurch werden immer nur die anfallenden Zinsen bezahlt. Die Hoffnung ist bei einem endfälligen Kredit, dass die Wertentwicklung des Tilgungsträger weitaus besser und höher war, als die Kreditzinsen im gleichen Zeitraum. Gerne wurde ein Tilgungsträger bei Fremdwährungsdarlehen verwendet, welche Risiken daraus entstehen, haben wir schon mehrmals angeführt.

Welche Tilgungsträger gibt es bei endfälligen Krediten?

Folgende Tilgungsträger werden sehr gerne bei endfälligen Krediten verwendet. Grundsätzlich eignet sich jede Ansparform, welche langfristig ausgerichtet ist und über ein vernünftiges Chance-Risiko-Potential verfügt.

  • Anleihen und Anleihenfonds: Anleihen sind eine relative sichere Anlage. Aber auch hier gibt es Unterschiede. Während Staatsanleihen meist als sehr sicher gelten, gibt es Unternehmensanleihen die mehr Risiko mit sich bringen. Auch hier gilt natürlich, je höher die Anleihezinsen, desto höher auch das Risiko. Im Moment kann man bei Staatsanleihen mit ca. 3-4 und bei Unternehmensanleihen mit 5-6 % Rendite vor KESt. rechnen.
  • Lebensversicherung: Lebensversicherungen sind nicht mehr modern. Die Renditen von Lebensversicherungen sind in den letzten Jahren immer mehr geschrumpft und durch die hohen Verwaltungsgebühren und hohen Rücklagen empfiehlt es sich nicht eine Lebensversicherung als Tilgungsträger zu verwenden. Es gibt bei den Lebensversicherungen auch Unterschiede bei der Veranlagung. In den 90er Jahren und beginnenden 00er Jahre waren Fondsversicherungen sehr modern. Diese sind ebenfalls nicht zu empfehlen, denn hierbei ist man wiederum an die Versicherung und an deren Auflagen und Einschränkungen gebunden. Es ist hier besser gleich direkt in einen Fonds bzw. mehreren Fonds zu investieren.
  • Aktien und Aktienfonds: Abgesehen von dem Jahrzehnt 2000 bis 2010 haben Aktien immer die Nase vorne gehabt, im Vergleich mit anderen Investments. Jetzt war es das erste Mal anders. Aktien und Aktienfonds haben natürlich ein höheres Risiko, jedoch auch eine deutliche höhere Chance als Anleihen oder teure Lebensversicherungen. Bei Aktien kommt es wie immer auch auf den richtigen Mix an. Man sollte hier einen soliden Grundstock wählen und keine allzu großen Risiken eingehen bzw. riskante Branchen oder Unternehmen wirklich nur in geringer Zahl beimengen.

ACHTUNG: Speziell Anleihen und Aktien sowie deren Fonds können online in der Regel weitaus günstiger bezogen werden wie offline (Hier finden Sie einen online Broker Vergleich für Österreich). Das bedeutet, wenn Ihnen ein Bankberater oder Vermögensberater weiß machen möchte, dass Sie die Tilgungsträger bei ihm kaufen sollten, so gehen Sie davon aus, dass ein wesentlicher Teil der Kosten als Prämie an den Berater geht!

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