Tilgungsträger bei Fremdwährungskredite: Zeitbombe durch Aktien-Steuer

Die Bombe droht zu platzen! Die Bombe sind Fremdwährungskredite die bis vor 2 Jahren sehr häufig von österreichischen Häuslbauern gewählt wurden, um ihr Eigenheim zu finanzieren. In den letzten beiden Jahren ist der Kurs des YEN und Schweizer Franken bereits sehr nachteilig gewesen für die endfälligen Kreditnehmer. Ab 2011 gibts aber nun einen weiteren Grund, warum der Fremdwährungskredit zu einer tickenden Zeitbombe wird.

Die Tilgungsträger sind in der Regel endfällig, da auch der Fremdwährungskredit endfällig gewählt wurde. Nun wird über einen Fonds, oder eine Fondsversicherung über all die Jahre angespart, in der Hoffnung, dass am Ende der Laufzeit, der Tilgungsträger den gesamten offenen Kredit tilgen kann.

Aktiensteuer frisst Gewinn des Tilgungsträgers auf

Nun aber kommt die Aktiensteuer ab 2011 und damit werden alle Gewinne der Aktien, Fonds, etc. mit 25 % pauschale besteuert. Das bedeutet, dass die Gewinne der Tilgungsträger um -25 % geringer ausfallen und die damals beim Kreditabschluss erwartete Rendite nochmals geschmälert wird! Das kommt noch zu den gigantischen Kursverlusten aus der Finanzkrise 2008 hinzu. In einem Artikel der Online-Zeitung DerStandard.at wird der Teufel bereits an die Wand gemalt mit einigen Beispielen.

Wenn z. B. über 20 Jahre monatlich 500,00 Euro angespart wurde und die jährliche Rendite 6 % betrug, so wurden 220.120,00 Euro angespart und es müssen dafür dann 25.030,00 Euro an Aktiensteuer bezahlt werden! Das wären über 10 % der gesamten Sparleistung.

Es könnte jetzt sehr rasch gehen, dass Banken von ihren endfälligen Kreditnehmern weitere Sicherheiten einfordern werden, um die Kredite weiter zu besichern. Falls dies nicht gelingt, so könnte der eine oder andere Fremdwährungskredit noch platzen.

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  1. Pingback: Kreditrechner Fremdwährung » Kredit 3. November 2010

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