Was ist ein Tilgungsträger?

Gerade bei Fremdwährungskrediten kam es sehr oft vor, dass der Kredit endfällig ist, das bedeutet, dass der gesamte Kredit erst am Ende der Laufzeit zurückgezahlt werden muss und nur die Zinsen regelmäßig gezahlt werden. Parallel wurde für die Rückzahlung des Kredits über einen Tilgungsträger angespart. Beispiele für typische Tilgungsträger sind

  • Lebensversicherungen
  • Investmentfonds
  • Wertpapiere

Am Ende der Laufzeit des Kredits soll am Tilgungsträger soviel Erspartes sein, dass der Kredit zur Gänze abgedeckt ist. Ob dies aber auch tatsächlich so ist, das hängt von der tatsächlichen Rendite des Tilgungsträgers ab. Wenn der Tilgungsträger weniger Erspartes hat, als die Abdeckung des Kredits ausmachen würde, so bekommt der Kreditnehmer ein Problem. Meist werden Banken von sich aus im Vorfeld bereits aktiv, denn es entsteht hier ein Gap und der Kreditnehmer ist Nachschusspflichtig. Wenn die Kreditvergabe an sich bereits an einem seidenen Faden hing und jetzt der Tilgungsträger nicht die Rendite bringt die erwartet wurde, so kann der Kredit fällig gestellt werden und der Kreditnehmer steht vor einem Super-GAU!

Endfällige Kredite mit einem Tilgungsträger sind ein Gefahrenpotential. Es ist eine Art Spekulation – jeder muss diese Frage für sich selbst beantworten, ob man dieses Risiko eingehen möchte.

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