Zession – Was ist eine Zession?

Mit dem Begriff Zession wird die Übertragung von Forderungen jeglicher Art von einem Gläubiger auf einen anderen bezeichnet. Die Abtretung bedarf einer vertraglichen Vereinbarung zwischen Zedent und Zessionar. Der Zedent ist dabei derjenige, der eine Forderung abtritt und der Zessionar die Person, an den die Forderung abgetreten wird. Der Begriff Zession bezeichnet wiederum den Vorgang der Abtretung. Nach abgeschlossener Verständigung über die Abtretung, gehen die Schuldenzahlungen des Schuldners entweder direkt oder indirekt an den neuen Gläubiger. Nur dieser hat ab dem Zeitpunkt das Recht bei Zahlungsrückständen des Schuldners zu klagen.
Grundsätzlich wird zwischen offener und stiller Zession unterschieden. Bei der so genannten stillen Zession wird der Drittschuldner nicht über die Abtretung informiert. Er tilgt seine Schulden mit schuldenbefreiender Wirkung gegenüber den Zedenten. Anders ausgedrückt, der Gläubiger informiert den Schuldner nicht über die Abtretung und darüber, dass dieser seine Zahlungen an den neuen Gläubiger zu entrichten hat. Allerdings ist er verpflichtet, die Zahlung an den neuen Gläubiger (Zessionar) weiterzuleiten. Bei der offenen Zession wird der Drittschuldner über die Abtretung informiert. Der Gläubiger informiert also den Schuldner über die Abtretung und den neuen Gläubiger und weist ihn an, dass er seine Zahlungen in Zukunft direkt an diesen zu entrichten hat.

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