Zins Swap Geschäft in Linz

Die Stadt Linz hat 2007 ein Zins Swap Geschäft abgeschlossen über das wir schon mehrmals berichtet haben (u. a. hier http://www.kredit-in.at/2072/linz-kredit-kommt-teuer-stadt-linz-verzockt-millionen-mit-schweizer-franken/). Nachdem 2007 mit diesem Zins-Swap noch Geld verdient wurde, gab es seit 2008 immer nur Zahlungen von der Stadt Linz an die BAWAG, welche das Geschäft einfedelte. Auf Basis des aktuellen Frankenkurses, welcher diesem Zins Swap unterlegt ist, können sich Kosten bis 2017 von 200 Millionen für die Stadt Linz entstehen – oder auch mehr/weniger!

Nun gab es erste Konsequenzen. Der Finanzdirektor der Stadt Linz musste seinen Hut nehmen und die Politiker der Stadt Linz kamen bisher ungeschoren davon. Man darf aber gespannt sein, ob das nun alles war, oder ob hier noch etwas kommt! Im Moment belastet die SPÖ Linz (die Personen die das Geschäft abgeschlossen haben, bzw. in deren Zuständigkeit dieses Geschäft fällt ist der SPÖ zuzuordnen) die BAWAG, dass diese die Verantwortlichen der Stadt Linz nicht ordnungsgemäß aufgeklärt haben und dass die unterzeichnenden Personen nicht handlungsbevollmächtigt waren.

Nachdem die BAWAG dem Bankgeheimnis unterliegt ist hier Gegenwehr schwer. Man darf dann ausgehen, dass die Stadt Linz mit dem Mediengewitter die BAWAG unter Druck setzen möchte, damit die Stadt Linz noch irgendwie aus diesem Geschäft rauskommt. Die BAWAG wird sich wohl hüten, die Verluste der Stadt Linz zu übernehmen und das Geschäft „abzubrechen“. Man darf gespannt sein, wie es hier weitergeht. Leidtragende sind sicher die Einwohner der Stadt Linz, welche in den nächsten Jahren weniger Geld zur Verfügung steht.

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