Zinsbindung

Bei größeren Darlehen und Krediten kommt es nicht nur auf die reine Summe und Laufzeit an, sondern vor allem auf die sogenannte Zinsbindung. Darunter versteht man die Dauer, in denen beide Parteien des Darlehensvertrags an die abgemachten Zinsen gebunden werden. Dieser Faktor kann je nach wirtschaftlicher Lage einen wichtigen Faktor bei den Gesamtkosten für ein Darlehen spielen.

Die Zinsbindung wird in dem Vertrag für ein Darlehen festgeschrieben. Wenn man beispielsweise morgen einen Kredit aufnimmt und dafür den Zinssatz x in Anspruch nimmt, wird diese vielleicht für fünf Jahre festgeschrieben. Das heißt, für die Dauer von mindestens fünf Jahren ist man an die Zinsen für das Darlehen gebunden. Das gilt natürlich auch für die Bank. Gerade in wirtschaftlich schwierigen Lagen wie sie derzeit in Europa vorherrschen, kann man als Endkunde mit dem richtigen Timing profitieren. Bei günstig festgeschrieben Zinssätzen lassen sich die Gesamtkosten für ein Darlehen deutlich nach unten drücken.

Eine Zinsbindung findet man aber nicht nur bei Darlehen und Krediten sondern auch bei Anlagen. Wenn das eigene Geld in eine Anlage gebunden wird, erhält man natürlich ebenfalls eine Zinsbindung für eine feste Dauer. So könnte man unter anderem bei einer Anlage den Zinssatz x zum Beginn der Anlagedauer erhalten und diese wird für einige Jahre festgeschrieben. Wenn sich die Zinssätze nach oben verändern kann man nicht profitieren, verliert aber auch kein Geld wenn sich die Zinsen im Laufe der Zeit nach unten verändern. Das richtige Timing ist also der Faktor für den richtigen Einsatz der Zinsbindung.

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