Zinscap

Ein Zinscap ist ein sogenanntes Zinsderivat. Mit diesem Instrument kann der Käufer eine variable Verzinsung in eine feste Verzinsung umwandeln.
Dazu ein Beispiel: Ein Unternehmen nimmt einen Kredit zu einem variablen Zinssatz auf, der an einen Geldmarktsatz gekoppelt ist. Üblicherweise wäre dies für die Währung EURO der EURIBOR und für die Währung USD der LIBOR.
Um sich vor steigenden Zinsen zu schützen, kann das Unternehmen nun einen Zinscap kaufen. Durch den Zinscap wird der Höchstzinssatz festgelegt, den der Käufer bereit ist zu zahlen. Übersteigt der zugrunde gelegte Geldmarktsatz nun den Höchstzinssatz des Zinscaps, erhält der Käufer vom Verkäufer eine entsprechende Ausgleichszahlung gutgeschrieben.
Bei Abschluss eines solchen Zinscap – Geschäftes werden zwischen Käufer und Verkäufer folgende Eckpunkte festgelegt: Laufzeit und Nominalwert des Geschäftes, der Basiswert (Geldmarktzinssatz) und die Auszahlungsbedingungen.
Wichtig ist, dass ein Zinscap einen optionalen Charakter hat, d.h. dass der Käufer wählen kann, ob er das Derivat ausübt oder nicht. Dies wird er normalerweise nur dann tun, wenn er einen positiven Nutzen daraus zieht.
Sollten im obigen Beispiel die Zinsen sinken oder gleich bleiben und damit den Höchstzinssatz nicht übersteigt, wird der Zinscap nicht ausgenutzt.

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